Viel Holz, viel Wasser, und ein leicht abschüssiges Terrain, das sich perfekt für die Nutzung der Wasserkraft als Energielieferant eignete - das waren 1889 beste Voraussetzungen für die Gründung der Kistefos-Zellstofffabrik rund 40 km nördlich von Oslo. Die gleichen topografischen Gegebenheiten bestimmten auch den Entwurf von BIG für ein neues Kunstmuseum, das nun als "living bridge" mit 60 m Spannweite den Fluss Randselva überspannt. Die in sich verdrehte Großskulptur bildet die Antithese zu den historischen Industriebauten etwas weiter flussaufwärts, die in den 90er-Jahren als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Gleichzeitig ergänzt sie den Skulpturenpark, der im Lauf der letzten 15 Jahre an den beiden Flussufern entstanden ist, und ermöglicht erstmals einen in sich geschlossenen Rundgang über das Gelände.