Bei zahlreichen ausgebrannten Häusern sind die Umfassungs- und Zwischenwände noch so gut erhalten, daß eine Wiederinstandsetzung durch Einbau neuer Decken möglich ist. Wenn auch die erneute Wahl von Holzbalkendecken am bequemsten ist, so müssen doch so bald als möglich wegen der Holzknappheit und Feuergefahr auch hierfür Massivdecken Verwendung finden. Obwohl althergebrachte, am Ort betonierte Decken dabei manche Vorteile haben, so gelten doch ähnliche Überlegungen wie unter G 1 und 3. Da Hebezeuge durch die Wände meist behindert sind, kommen hauptsächlich Decken nach Bild 35, 36, 37, 44, 47 mit Einzelbalken in Frage. Der genormte Balkenabstand entspricht dabei fast nie dem Abstand der alten Holzbalken., so daß die Mauerlöcher nicht passen. Da außerdem das Einfahren der Balken in die Mauerlöcher Schwierigkeiten macht, dürfte die Anordnung eines am Ort betonierten Auflagergurtes zweckmäßig sein, der die alten Balkenlöcher füllt und die Balkenabstände von ihnen unabhängig macht (Bild 52). Man muß dann nur die Balkenlänge dem Sonderfall anpassen, kann aber die genormten Zwischenglieder benützen bis auf einen Paßstreifen am Rand, der zusammen mit dem Auflagergurt betoniert wird. Die Schalung und Rüstung der schmalen Auflagergurte entlang zweier Wände ist so auszubilden, daß die fertigen Betonbalken darauf aufgelegt werden können. Die Bewehrung der Balken muß an den Enden vorstehen, um die Verbindung mit dem Auflagergurt zu sichern.rnVon Fall zu Fall werden Sonderlösungen möglich sein, die auch die Verwendung plattenartiger Montagedecken erlauben.