Bezüglich des Auflagers der Balken ist zu bemerken, daß die Länge des Auflagers tunlichst gleich der Höhe des Balkens anzunehmen ist; keinesfalls darf diese Länge weniger als 15 cm betragen. Unterlassungssünden rächen sich kostspielig.rnBesonderes Augenmerk ist auf das Einmauern der Balkenköpfe zu richten, um das Verfaulen zu verhindern. Es ist darauf zu achten, daß das Holz nicht mit dem Mörtel in direkte Berührung kommt. Man umsetzt deshalb die Balkenköpfe mit trockenen Steinen ohne Mörtel, oder auch mit Hohlsteinen (Lochsteinen). Sehr vorteilhaft ist es auch, rings um den Balkenkopf einige Zentimeter Luftraum zu lassen, wie dies in Abb. 361 und 362 wiedergegeben ist. Unter die Auflagerfläche legt man dann ein nach jeder Seite noch etwa 10 cm überstehendes Stück Asphaltpappe oder Bleiisolierpappe.rnIn neuerer Zeit umkleidet man die Balkenköpfe auch oft mit Blechhülsen von der Form, wie sie in Abb. 363 wiedergegeben ist. Bei allen diesen Arten geht das Bestreben dahin, den Balkenkopf mit einer Luftschicht zu umgeben, welche tunlichst mit der äußeren oder inneren Luft in Verbindung gebracht wird (siehe Abb. 361 und 362).rnDerselbe Zweck soll auch durch die von Andernach-Beuel a. Rh. in den Handel gebrachten sogenannten „Kosmos-Falz-Bautafeln" erreicht werden; sie bestehen aus sehr fester, gepreßter Asphaltpappe, welche um den Balkenkopf herum und in eine Lagerfuge vor demselben gelegt wird (Abb. 364 und 365). Die Anwendung ist jedoch nur eine bedingte, da man z. B. bei einem Putzbau ohne Fugen nicht ohne weiteres in der Außenwand eine Reihe kleiner Löcher lassen kann.