Overcast House in London

Eine Farbberaterin und ihr Ehemann bewohnen das viktorianische Reihenhaus im Norden von London. Weil die Bauherrin von zu Hause aus arbeitet, wünschte sie sich einen ausreichend großen Raum mit gleichmäßigem Tageslicht. Ihr bisheriges Atelier war nach Süden zur Straße hin orientiert und hatte den Nachteil, dass direktes Sonnenlicht und die damit einhergehenden Schlagschatten die Farben stark verfälschten. Der neue Arbeitsraum sollte daher nach Norden ausgerichtet sein und dennoch viel Licht bieten. Auf dieser Seite war bislang die Küche in einem eingeschossigen, schmalen Anbau untergebracht, wie es für britische Wohnhäuser aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts typisch ist. Sie sollte dort auch bleiben. Deshalb vergrößerten die Architekten den Anbau, sodass er nun die gesamte Grundstücksbreite einnimmt. Seine Fassade besteht aus rosa gefärbten Betonschalen, die grünen Fensterprofile und das ebenso grüne, auffällige Regenfallrohr spiegeln die Farbenfreude seiner Bewohner wider.