Institutsgebäude in Karlsruhe

Nüchterne Formen, große Volumina und viel Sichtbeton prägen die meisten Bauten auf dem Campus der Hochschule Karlsruhe. Auch der jüngste Neubau, den Schulz und Schulz für den Fachbereich Sensorik entworfen haben, fügt sich nahtlos in diese Ästhetik der 60er- und 70er-Jahre. Und doch gibt sich der viergeschossige Kubus als Kind des 21. Jahrhunderts zu erkennen. Nahezu alle Fassadenelemente sind flächenbündig. Auch die bis zu 700 × 200 cm großen Sichtbetonelemente sind glatt, nur in den Brüstungsbereichen unter den Bandfenstern versahen die Architekten sie stellenweise mit einer Waschbetonoberfläche. Den denkbar größten Kontrast zum Beton bilden zahlreiche dunkelrot beschichtete Aluminiumoberflächen, mit denen Schulz und Schulz auf die Corporate-Design-Farbe der Hochschule anspielen. Im zurückgesetzten Eingangsbereich sind sie ebenso zu finden wie in den Loggien der Obergeschosse und am zurückgesetzten Technikgeschoss auf dem Dach. Vor allem aber beleben die drehbaren, elektromotorisch gesteuerten Vertikallamellen aus Aluminium-Lochblech vor den Fenstern das Fassadenbild. Sie werden jahreszeiten- und wetterabhängig zentral gesteuert, lassen sich jedoch auch raumweise per Taster individuell einstellen. Von innen erlauben die Elemente auch bei geschlossenem Zustand einen schemenhaften Blick ins Freie.