Wohnanlage in Zürich

Lange Zeit existierte im Zürcher Stadtteil Albisrieden eine Enklave, die steuerrechtlich nur halb zur Schweiz gehörte. Von 1925 bis vor wenigen Jahren standen hier Hallen und Schuppen, in denen Importgüter gelagert und von der Zollbehörde abgefertigt wurden. Anfangs lag das sieben Hektar große Areal im Niemandsland; inzwischen ist die Umgebung zu einem heterogen bebauten, großen Stadtentwicklungsgebiet geworden und das Zollfreilager selbst in die Nähe des Flughafens gezogen. An seiner Stelle ist eine Wohn- und Gewerbesiedlung nach einem Masterplan von Meili, Peter Architekten entstanden. Sie bildet ein spannendes städtebauliches Bindeglied zwischen Vorstadt und Innenstadt. Die lineare Bebauung mit langen Wohnzeilen verleiht dem Quartier einen peripheren Charakter. Demgegenüber betonen die Nähe der großen Baukörper und die Nutzungsmischung den innerstädtischen Ausdruck der Siedlung. Auf die neun Baukörper verteilen sich 1000 Wohneinheiten von konventionellen Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen bis zur WG mit neun Zimmern. Zehn Prozent der Mietfläche sind für Läden, Gewerbebetriebe und Büros reserviert; die letzten sollen bis Sommer 2017 bezogen sein.