Verwaltungs- und Konferenzgebäude in Garching

Aufgrund der steigenden Zahl an Mitarbeitern und Mitgliedsstaaten der Europäischen Südsternwarte (ESO) sollte der Verwaltungssitz im Garchinger Forschungszentrum der TU München erweitert werden. Das bestehende Gebäude der Architekten Fehling+Gogel aus den 1980er-Jahren basiert auf einer komplexen Gebäudegeometrie aus Kreissegmenten, in denen Büroeinheiten um freie Gemeinschaftszonen angeordnet sind. Für die Erweiterung greifen Auer Weber auf dieses architektonische Vokabular zurück und interpretieren es neu: Drei kreisrunde Gebäude - in den Obergeschossen miteinander verschmolzen - beherbergen an der Fassade umlaufende Zellenbüros, sowie einen Konferenzsaal, eine Cafeteria und Besprechungsräume. Über eine Verbindungsbrücke im 1. Obergeschoss wird Neu und Alt miteinander verknüpft. Ein separates Technikgebäude dient der Forschung und Entwicklung. Mit raumhoch verglasten Büros für ca. 270 Arbeitsplätze ist das Bürokonzept ausgelegt auf die Bedürfnisse des Auftraggebers. Eingebettet in den Grüngürtel im Münchener Norden bieten die Räume eine inspirierende, ruhige Arbeitsatmosphäre mit weiten Ausblicken. Die dreigeschossige Bebauung am Rand des Forschungszentrums bildet einen sanften Übergang in das umliegende Grün. Die beiden oberen Etagen sind von der Erdgeschossebene abgehoben - dort entstehen Eingangsbereiche. Diese stützenfreien Eingangszonen mit begrünten Licht- und Innenhöfen dienen den Forschern unter anderem als Aufenthalt für die Pausen. Eine umlaufende, großzügige Auskragung von ca. 5 m gibt den Baukörpern eine gewisse Leichtigkeit. Das anspruchsvolle, effiziente Tragwerk geht Hand in Hand mit dem architektonischen Konzept und wurde bereits in der Wettbewerbsphase in enger Zusammenarbeit beider Disziplinen entwickelt.