Technik: Bauteilaktivierung - eine alte Idee und ihre heutige Verbreitung

Bekanntester und über 2000 Jahre alter Vorläufer heutiger thermoaktiver Bauteilsysteme in Gebäuden sind die Hypokausten-Heizungen der Griechen und Römer1. Diese benutzten warme Luft bzw. Rauchgase zur Temperierung von Böden und mitunter auch Wänden. Heute werden hauptsächlich Systeme mit wasserdurchströmten Rohren verwendet, eingesetzt in der Regel zur thermischen Aktivierung von Massivdecken und dort meist in den Bauteilkern einbetoniert. Weniger häufig kommt es zum Einsatz von Luftsystemen2. Nach ersten Versuchen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts werden thermisch aktivierte Bauteile in der Schweiz seit Ende der 80er-Jahre eingesetzt3. In Deutschland wurde der Anteil gewerblicher Neubauten, bei denen Systeme zur thermischen Bauteilaktivierung geplant und realisiert werden, bereits vor einigen Jahren auf etwa ein Drittel geschätzt4, mit seither steigender Tendenz.